Was mir gerade spontan einfällt: Bei mobilen Konsolen – also Switch, Steam Deck, vielleicht noch ältere wie die PS Vita – ist der Unterschied zwischen Open Source und proprietär echt ein Thema für sich. Open Source klingt auf den ersten Blick nach maximaler Freiheit (und ja, Mods, Emulatoren oder Custom-Firmware sind mega spannend), aber ehrlich gesagt... wie oft kommt man im Alltag wirklich dazu, ins System reinzupfuschen? Oder überhaupt zu verstehen, was da passiert?
Proprietäre Software nervt mich manchmal, weil man da einfach nix machen kann. Wer auf der Switch mal versucht hat, ein simples Savegame zu sichern oder etwas zu tweaken, weiß wie eingeschränkt das alles ist. Aber es läuft halt einfach – Updates kommen regelmäßig, die Kompatibilität mit Spielen ist gegeben und Support gibt's auch, zumindest solange die Konsole aktuell ist. Das ist bei Open Source oft eine wackelige Geschichte, da ist oft die Community der Support – und, ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber hat da jeder die Zeit oder das Wissen, sich im Zweifel durch englische Foren, Wikis oder GitHub-Issues zu quälen?
Auf der anderen Seite: Ich hab damals viel mit Homebrew auf der PSP & DS rumgespielt, das war irgendwie ein Abenteuer, die Geräte auszuloten. Manchmal hat's geklappt, manchmal hat man sich die Kiste gebrickt... aber man lernt echt viel dabei. Und dieses Gefühl, zusammen mit anderen ein System zu „knacken” und etwas Eigenes aufzubauen, gibt’s bei proprietärer Software so gar nicht. Das motiviert und bringt einen auch weiter, wenn man sich drauf einlässt.
Für mich hängt es also davon ab, was ich gerade will: Möchte ich basteln, experimentieren, mir alles so hinbiegen wie’s mir taugt – dann Open Source, auf eigenes Risiko. Will ich hauptsächlich unkompliziert zocken, vielleicht mal nen DLC kaufen und gut ist – dann ist mir proprietär am Ende lieber. Wie handhabt ihr das? Seid ihr eher die „Hauptsache läuft”-Nutzer oder reizt euch das Tüfteln? Bin gespannt, wie ihr das seht!