Eine Sache, die mir immer wieder aufstößt: Bei so vielen Mobile Games fühlt es sich fast so an, als hätte jemand beim Spieldesign den Rechenschieber rausgeholt, um das Frust-Level exakt auf den Punkt zu dosieren, wo man halt doch schwach wird und irgendwas nachkauft. 😅 Ich hab bei AFK Arena damals… also ehrlich gesagt, ich hab mir eingebildet, ich könnte ewig F2P bleiben – aber dann kam ein Event, bei dem es ohne Premium-Währung praktisch unmöglich war, das vorletzte Level zu packen. Bin mir bis heute nicht sicher, ob das dann noch "mein" Spiel ist, oder ob ich bloß Spielfigur im großen Shop bin.
So richtig fair fühlt sich dieses Grundprinzip selten an – zumindest bei Spielen, wo Progress und Power an Echtgeld gebunden sind. Klar, Skins und so sind harmloser, aber irgendwo bleibt so ein komischer Nachgeschmack… als wär man in einem schicken Restaurant und für jeden weiteren Bissen muss man einzeln zahlen, selbst für die Serviette. 😅 Ich find, die Grenze ist halt fließend: Wenn ein Spiel von Anfang an auf Grinding ausgelegt ist, mit dem Hintergedanken, dass du irgendwann nachgibst (Candy Crush hat das ja quasi erfunden…), dann ist das schon ein Eingriff in die eigentliche Spieleidee.
Was ich mir manchmal frage: Gibt’s eigentlich wirklich noch größere Mobile-Spiele-Produktionen (außer vielleicht so Sachen wie Monument Valley 2 oder Stardew Valley auf Switch Lite), die komplett ohne Mikrotransaktionen auskommen? Oder ist das längst eine aussterbende Art, wie Dinosaurier – bin mir da grad unsicher, was so die letzten Jahre rausgekommen ist.
Wie steht ihr dazu? Ist für euch ein Spiel schon "kaputt", wenn Progress-Elemente an Echtgeld hängen – oder kann das trotzdem Spaß machen, solange’s nicht zu aufdringlich wird?