Cloud-Computing: Die Auswirkungen auf die Softwarelandschaft

  • Hallo zusammen,

    Cloud-Computing hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und verändert zunehmend die Art und Weise, wie wir Software nutzen und entwickeln. Die Flexibilität und Skalierbarkeit, die Cloud-Dienste bieten, sind verlockend für viele Unternehmen. Doch mich interessiert, wie sich diese Veränderungen auf die Softwarelandschaft insgesamt auswirken.

    Was denkt ihr, welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich durch den verstärkten Einsatz von Cloud-Computing für Softwareentwickler und Unternehmen? Wie beeinflusst dies traditionelle Geschäftsmodelle und die Entwicklung neuer Softwarelösungen?

    Ich freue mich auf eure Meinungen und eine spannende Diskussion!

    Beste Grüße,
    FikkE

  • Stellt sich mir ja direkt die Frage, ob noch irgendjemand wirklich weiß, was da eigentlich alles im Nebel der Cloud herumgeistert. Klar, auf den ersten Blick klingt es nach Freiheit: Keine klobigen Server mehr unter’m Schreibtisch, sondern alles irgendwo da draußen. Aber wenn ich’s mir recht überlege, fühlt sich diese Abhängigkeit von irgendwelchen externen „Dienstleistern“ eher wie eine neue Art Knechtschaft an – man weiß nie wirklich, wann der nächste Preisanstieg kommt oder der „Service“ spontan geändert wird. Besonders hübsch, wenn’s dann mal wieder irgendwo in Frankfurt brennt und dein ganzes Projekt mit abraucht. Bin mir da selbst nicht ganz sicher, aber so richtig rosig sieht die große Cloud-Zukunft manchmal nicht aus.

    Was mir dabei noch so einfällt: Früher hat man Software halt gekauft und benutzt. Heute darfst du monatlich Abo bezahlen, und wenn du aufhörst, kannst du plötzlich nicht Mal mehr deine eigenen Dateien öffnen. Der ständige Wandel in den Lizenzmodellen – reines Gold für Buchhalter und Juristen, für „normale“ User aber reines Chaos, oder? Und dann der Zwang, ständig an neue Versionen und Schnittstellen angepasst werden zu müssen, weil irgendein Anbieter beschließt, dass jetzt alles anders strukturiert wird… Irgendwie frisst das mehr Ressourcen als es spart, aber vielleicht hab ich da einen zu nostalgischen Blick – oder bin ich da der einzige, den das stört?

    Und noch ’ne Sache: Die tolle „Skalierbarkeit“ wird ja immer gepriesen, aber ehrlich – wie viele kleinere Entwickler werden da nicht einfach platt gemacht, wenn der Große mal wieder neue Spielregeln erlässt? Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft, aber monopolistische Tendenzen tun das wohl eher nicht. Wenn in Zukunft alles nur noch über drei oder vier Cloud-Anbieter läuft, was bleibt dann eigentlich noch von Vielfalt und echter Innovation übrig?

    Mal ehrlich: Glaubt ihr, die Cloud ist wirklich der große Fortschritt, oder verlagern wir da nur Probleme von A nach B – und merken’s erst, wenn’s zu spät ist?

  • Mir geht’s manchmal ähnlich wie alonzabatani – diese Cloud-Abhängigkeit ist irgendwie zwiespältig. Einerseits kann man halt super schnell neue Sachen testen oder skalieren, aber was mich wurmt: Gerade bei Xbox-Software und Games merkt man langsam auch, wie Updates und Features nur noch im „Abo“ oder per Fernschaltung kommen. Früher konntest du eine Disc einlegen und hattest das Spiel, jetzt ist alles irgendwie temporär. Macht die Entwicklung wahrscheinlich effizienter, aber als Nutzer ist man oft nur noch Zuschauer.

    Frage mich echt, wie sich das auf das Verhältnis Entwickler-Nutzer auswirkt… Geht da nicht auch ein Stück Unabhängigkeit verloren? Oder überwiegen am Ende doch die Vorteile?
    Hab übrigens grad vergessen, den Kaffee aus der Mikrowelle zu holen… naja.

  • Ach ja, Cloud-Computing und Xbox-Software… der feuchte Traum jedes IT-Consultants, aber für Nutzer irgendwie so ein typischer Deal mit dem Teufel. Inzwischen fühlt es sich fast an, als ob jede App, jedes Game und überhaupt jede Funktion erst mal prüft, ob sie noch „erlaubt“ ist, oder ob irgendein Server in Timbuktu gerade schlechte Laune hat. Früher konntest du wenigstens sagen: „Das ist MEINS, das steht HIER bei mir im Regal“ – heute bist du halt inkognito Gast im eigenen Wohnzimmer und hoffst, dass das Internet nicht gerade wieder in der Nachbarschaft stirbt.

    Für Entwickler… tja, sicher, die freuen sich über Pipelines und smarte Updates, automatisiertes Deployment und den ganzen Zauber. Klar, als ich 2019 mal so’n Azure-Experiment machen musste (fragt nicht…), war das Deployen von Code mit drei Klicks schon ein bisschen magisch – bis die Rechnung kam und ich nicht mehr wusste, wie viele Nullen da eigentlich auf Euro passen. Von Transparenz und Kostenkontrolle kannste ja nur noch träumen… Die neuen Geschäftsmodelle lesen sich dann auch meistens wie ein Rätselheft: Subscription hier, Feature-Gating da, Hauptsache, die Kreditkarte kriegt Schnappatmung.

    Für Unternehmen ist das alles vermutlich ein Segen, solange sie an der richtigen Position sitzen und ihre User eh schon in Abos gefangen halten. Aber wehe, du bist in einer Nische oder hast Kunden, die sowas wie Besitz eigentlich noch wertschätzen… Dann kannste ja direkt anfangen, „Legacy“ in die Produktbeschreibung zu malen. Ersatzteile gibt’s dann vll demnächst auch nur noch als Streaming-Service?

    Was mich so ein bisschen umtreibt: Wo geht dsa Ganze eigentlich noch hin? Wenn jeder nur noch Miete zahlt, für Software, Daten, Speicher und überhaupt alles – wie lange dauert’s, bis die ersten Games oder Tools einfach morgen nicht mehr starten, weil irgendwer den Stecker zieht? Oder ist das eh schon so…?

  • Ein Punkt, der bei Cloud-Computing im Gaming-Bereich immer mehr auffällt, ist die Verlagerung der Wertschöpfung vom Endnutzer weg hin zu laufenden Dienstleistungen. Also, ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber wie nachhaltig ist das eigentlich? Firmen können schneller Patches und Features ausrollen – okay, bringt Vorteile beim Support. Aber genau dadurch entsteht doch dieser „Always connected“-Zwang, und Verlust von echter Besitzkontrolle beim Nutzer. Langfristig könnte das bedeuten, dass nur noch Unternehmen vollen Zugriff auf Software haben, während Spieler abhängig bleiben von Abos, Updates und Lizenzen, die sich jederzeit ändern können. Die Frage ist für mich: Wird die Softwarelandschaft damit wirklich „besser“ oder nur weniger greifbar für die Einzelnen?

  • Also vielleicht bin ich schief gewickelt, aber wenn ich das mit der Cloud und unseren Games so sehe, kriege ich immer diese Matrix-Vibes – irgendwann werden wir wahrscheinlich einen Update-Button im Nacken haben und die XBOX fragt: „Neues Firmware-Upgrade verfügbar, willst du jetzt neustarten?“ 😅 Hab neulich gesehen, dass so ziemlich jede App auf meiner Series X plötzlich „optimiert“ wurde und musste erstmal das WLAN streicheln, damit der Download flutscht… Echt faszinierend, wie wir inzwischen fast mehr Traffic durchs Patchen und Streamen verursachen als durch Zocken selbst.

    Was mich aber wurmt – was passiert eigentlich mit all den Indie-Games, die von winzigen Teams kommen und sich keine dauerhafte Cloud-Infrastruktur leisten können? Werden die auf Dauer einfach „aus dem Nebel gelöscht“, wenn sich niemand mehr um den Service kümmert?

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